Yasar-Isa Bilgic:

"„Man nennt mich den Wilden mit Tiefgang."

Die abstrakten Werke von Yasar-Isa Bilgic sind der informellen Kunst zuzuordnen und zeichnen sich durch hohe Plastizität und Dichte aus. Sie entstehen ohne konstruktives Gerüst und betonen die Eigenwertigkeit der Farbe und ihre psychische Wirkung.

Mit kräftigem Pinselstrich und in spontaner Gestensprache legt der Künstler seine Arbeiten an, deren vitale Ausstrahlung das vorgegebene Bildformat beinahe zu sprengen scheint.

Geboren 1980, Spastik seit der Geburt, Rollstuhlfahrer

 

Stefano Bedrich:

"Manchmal stehe ich unter Strom."

In seinem vielgestaltigen Werk, das fast immer fantastisch Unwirkliches in sich trägt, organisiert Stefano Bedrich die Bildflächen in einem Dialog zwischen dem Zufälligen, Ungeahnten und dem bewusst Durchdachten.

Unermüdlich auf der Suche nach dem Rätsel des stimmigen künstlerischen Ausdrucks gestaltet Bedrich seine farbintensiven Bildkompositionen in Acryl mit geometrisierenden Elementen und Strukturen von starker Lebendigkeit und Plastizität.

Der Betrachter erhält die Möglichkeit, bisher nie gedachte Gedanken zu erahnen und bisher unvermutete Zusammenhänge zu erkennen.

Geboren 1963, Epilepsie seit dem 9. Lebensjahr

 

Rostam Buczkowski:

"Schwarzmalerei hilft mir nicht."

In Mosaiktechnik reiht er Farbflächen aneinander, die in ihrem bunten Wirbel und den fließenden Übergängen an Glasfenster erinnern.

"Ich träume in Farben, meine Bilder wachsen in mir, sie haben ihr Eigenleben."

Seine ausdrucksstarken Acrylbilder sind Impressionen, die den Einfluss seiner Vorbilder Hundertwasser und Klee nicht verleugnen.

Geboren 1967, schwerer Herzfehler seit der Geburt

 

Frank Berninger:

"Das Bild sei Rede, Suche, Forderung."

Der Künstler über seine Werke: „Das Gemälde ist ein Zwischenwesen – nicht mehr nur Fläche und eben noch kein Raum. Die Bildfläche wölbt sich, treibt Formen hervor – Objekte einer imaginären Welt. Embryonen der Erfahrung. Phantastische Möglichkeiten von Gegenständen.

Wie sich die Malerei an einigen Stellen verdichtet, dehnt sie sich an anderen aus. Meine Bilder sind in die Tiefe gestaffelt – räumlich ohne perspektivisch zu sein.“

Geboren 1967, Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig. 1998 schwerer Unfall in den bayrischen Alpen, Schädelhirntrauma mit Gleichgewichtsstörung, Rollstuhlfahrer