Mike Köb:

"Ich bin der Gegensatz."

Das Ziel des provokanten Künstlers ist es, neue Blickwinkel zu öffnen. „Mit meiner Behinderung behaftet, versuche ich nun, mich und meine Gedanken zu befreien... durch Malerei, Liebe und Göttlichkeit.“ Vor allem wünscht sich Mike Köb, dass sich der Betrachter in seine Bilder „hinein- und herausträumen“ kann.

Seine abstrakten Aquarelle und Tuschezeichnungen thematisieren oft Fragmente seiner eigenen Lebensphilosophie. Er will immer das Ganze und Letzte schaffen, die Verbindung zwischen Mensch und Natur, das Werden und Vergehen, Beharren und Sichauflösen.

Geboren 1959, 1976 Motorradunfall, Schädelhirntrauma mit Gleichgewichtsstörung und eingeschränkter Motorik

 

Stefanie Keller:

"A painting a day keeps the doctor away"

So beschreibt es die ehemalige Erzieherin, die sich nun mit großer Passion der „Alchemie der Farbe hingibt“. „Beim Malen vergesse ich meine behinderungsbedingten Einschränkungen“, sagt Stefanie Keller.

Ihre Gemälde sind dreidimensional wirkende, abstrakte Farblandschaften. Es sind haptische Gemälde von großer physischer Kraft, an denen sie so lange arbeitet, bis ihre Werke eine innere Farbharmonie,die Balance der Formen und vor allem eine positive Ausstrahlung erreicht haben, die Stefanie Keller auch in ihrer Einstellung dem Leben gegenüber von großer Bedeutung sind.

Geboren 1989, Erzieherin in einem integrativen Kindergarten, nach Erkrankung Rollstuhlfahrerin mit u.a. Ataxien an Armen und Beinen

 

Klaus Klein:

"Das Leben ist wie Brunnenbohren."

Des wird scho wieda.“, ist der Leitspruch des temperamentvollen, sportlichen Niederbayern. In seinem alten Leben war er Brunnenbaumeister. Das neue Leben führt ihn zur bildenden Kunst. Für seinen technischen Beruf brauchte er Sachverstand gepaart mit einem hohen Maß an Fingerspitzengefühl. Diese Fähigkeit kommt ihm nun in seiner Arbeit als Künstler zugute.

Klaus Klein legt sich in Stil, Maltechnik und Motiv nicht fest. Er ist offen, neugierig und begeisterungsfähig und lässt sich jeden Tag neu inspirieren. Seine Kraft und Kreativität schöpft er jedoch in erster Linie aus seiner Liebe zur Bergwelt.

Geboren 1958, Vater einer Tochter, nach Gehirnblutung 2007 Halbseitenlähmung und stark eingeschränktes Sprachvermögen

 

Gerhard Kruschinski:

"Ich male ein Stück vom Himmel."

Die Bilder des Malers Gerhard Kruschinski sind tief religiösen Charakters und Ergebnisse seines Glaubens und seiner intensiven Gespräche mit Gott. In pastosem, getupftem Farbauftrag entstehen dicht gewebte Landschaften, in denen Stein, Pflanze, Tier und Mensch zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Dabei geht es Gerhard Kruschinski nicht um realistische Abbildungen, sondern die gewählten Objekte dienen ihm als Ausdruck seiner persönlichen Wahrnehmung, in der er dem Wesen aller Dinge nachgeht.

Geboren 1950, Schweißer, nach Gehirnblutung Halbseitenlähmung und stark eingeschränktes Sprachvermögen